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DONNERSTAG
19. MÄRZ 2020

Büchertisch: Facultas


Moderation: Esther Csapo
19.30 Uhr
Begrüßung
19.40 Uhr
© olivia wimmer
Vom Land

Dass Theresa, um die 60 und Bäuerin, sich plötzlich krank fühlt, bringt alle Gewissheiten ins Wanken. Die erwachsenen Kinder müssen anreisen, um endlich wieder miteinander zu reden. Theresas Mann muss lernen, Hilfe und Gefühle zu akzeptieren. Und selbst der zwölfjährige Daniel muss seinem verbohrten Onkel entschlossen entgegentreten, um seinen einzigen wirklichen Freund zu schützen. Theresa aber schweigt, findet keine Worte, keinen Weg.

Präzise und mit viel Empathie erzählt Dominik Barta in seinem Debütroman Vom Land (Zsolnay, 2020) von den Menschen und den Umständen.

Dominik Barta, geboren 1982 in Niederösterreich, gewann 2009 den ZEIT-Essaywettbewerb und 2017 einen Ö1-Literaturwettbewerb. Er schreibt auch für das Theater.

20.00 Uhr
© thomas dashuber
Herr Rudi

Zwei Tage vor seiner Pensionierung bekommt der Herr Rudi die Diagnose Krebs. Er denkt: Okay, hat’s ihn also auch erwischt. Sein Leben hat der Wiener Gerichtsvollzieher damit verbracht, der Livi hinterherzutrauern, erste und einzige Liebe. Aber da hilft alles nichts, die Livi ist tot – und das seit 40 Jahren. Und jetzt haben wir das Schlamassel: Hexenschuss. Im Hotelzimmer in Salzburg mit einer Badewanne voller Blaubeeren. In der sind Dinge passiert. Und eine Pistole liegt da auch noch auf dem Nachtschrank.

Anna Herzigs zweiter Roman Herr Rudi (Volandt & Quist, 2020) ist die Geschichte eines lebenslangen Requiems auf die große Liebe, herzerwärmend erzählt.

Anna Herzig wurde 1987 als Tochter eines Ägypters und einer Kanadierin in Wien geboren. Sie lebt in Salzburg. Nach mehreren Veröffentlichungen im Digitalen erschien 2017 ihr Debütroman Sommernachtsreigen.

20.20 Uhr
© victoria herbig
Das flüssige Land

Die Eltern der Physikerin Ruth haben vor ihrem Unfalltod verfügt, im Ort ihrer Kindheit begraben zu werden. Doch Groß-Eimland, zunächst überhaupt nicht auffindbar, ist in vielerlei Hinsicht geheimnisvoll. Unter dem Ort erstreckt sich ein riesiger Hohlraum, der das Leben der Bewohner auf merkwürdige Weise zu bestimmen scheint. Keiner will darüber sprechen, nicht einmal, als klar ist, dass die Statik des gesamten Ortes gefährdet ist.

Raphaela Edelbauer geht in ihrem schwindelerregenden Debütroman Das flüssige Land (Klett-Cotta, 2019) dem Verdrängen auf den Grund.

Raphaela Edelbauer, geboren 1990 in Wien, wurde für ihr Werk Entdecker. Eine Poetik mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage 2018 ausgezeichnet. Beim Bachmann-Preis in Klagenfurt gewann sie 2018 den Publikumspreis. 2019 wurde ihr der Theodor-Körner-Preis verliehen. Sie stand mit Das flüssige Land auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019.

20.40 Uhr
Pause
21.00 Uhr
© ramune pigagaite
Wense

Der Universaldilettant Wense wandert so, wie er forscht, übersetzt und komponiert: ekstatisch. Deutsche Landschaften sind ihm ebenso heilig wie die unterschiedlichsten Sagen und Mythen, wie Sterne, Steine und Tiere und all das andere, was es zu entdecken gibt. Allerdings herrscht Krieg. Sein geliebtes Kassel wurde schon zerbombt und in Göttingen muss er neuerdings Sonden für den militärischen Wetterdienst prüfen…

Angelehnt an die historische Person Hans-Jürgen von der Wense erzählt Christian Schulteisz in seinem Debütroman Wense (Berenberg, 2020) von einem allwissenden Taugenichts, der plötzlich taugen soll. Ein tragikomischer Roman über eine staunende, zweckfreie Sicht auf die Welt.

Christian Schulteisz, geboren 1985 in Gelnhausen, lebt in Stuttgart. Seine Erzählung Hunger auf Schienen war 2017 für den Literaturpreis Open Mike nominiert. Er veröffentlichte kurze Hörspiele bei verschiedenen Sendern und schrieb dramatische Texte, die u.a. für den Leipziger Hörspielsommer und beim Kölner Auftakt-Festival inszeniert wurden.

21.20 Uhr
© eva trifft
Die Infantin trägt den Scheitel links

Dass sie, die jüngste Tochter, das zarte Kind, den Bauernhof ihrer Eltern abfackelt, ist nicht nur ein Versehen, es ist auch Notwehr. Ein Akt der Selbstbehauptung gegen die Zumutungen des Heranwachsens unter dem Regime der Eltern, einer bigotten Mutter und eines Trinkers – von älteren Zwillingsschwestern ganz zu schweigen. Und natürlich fehlen auch Jäger, Pfarrer und Bürgermeister nicht in dieser Heuboden- und Heimatidylle.

Helena Adlers Debütroman Infantin trägt den Scheitel links (Jung und Jung, 2020) erzählt ungeschminkt, derb und schrill, vom Landleben nach dem Zeltfest und vor der Morgenmesse. Helena Adler, geboren 1983 in Oberndorf bei Salzburg. Diverse Ausstellungen und Kunstaktionen, Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Sie lebt in der Nähe von Salzburg.

21.40 Uhr
© werner robitza
Himmelwärts

Der Raum für die, die anders denken, aussehen und lieben, wird wieder enger, die Bedrohung größer. Das Himmelwärts in Elisabeth Klars gleichnamigem neuen Roman (Residenz, 2019) ist der Zufluchtsort der Außenseiter und Nachtgestalten. Die gut versteckte Bar ist der einzige Ort, an dem sich sogar Sylvia sicher fühlt. Denn seit sie, das Füchslein, auf der Flucht eine Menschenhaut von der Wäscheleine gerissen hat, lebt sie als Frau unter den Menschen, zusammen mit Jonathan, dem Weltenretter.

Elisabeth Klar, geboren 1987 in Wien, war Finalistin des FM4-Wettbewerbs „Wortlaut“ 2013. Ihr Debüt Wie im Wald erhielt den Förderpreis der Stadt Wien und stand auf der Shortlist des Rauriser Literaturpreises 2015. Zuletzt erschienen: Wasser atmen (2017).

22.00 Uhr
Verleihung des Publikumspreises durch Facultas