Donnerstag,

20. Mai 2021


20.00 Uhr

Begrüßung


20.10 Uhr

Olivia Kuderewski
Voland & Quist

© lisa maria keck

Lux

Lux bricht aus. Sie reist in die USA, macht sich auf die Suche nach dem Wahren, dem Gefährlichen. Sie trifft Kat, eine junge, irritierend schöne Frau, eine amerikanische Nomadin mit schneeweißem Haar. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Road-Trip von Osten nach Westen, quer durch die USA. Sie bringen sich gegenseitig an ihre Schmerzgrenzen und laufen aus dem Ruder. Lux ist auf der Jagd nach sich selbst, aber was will Kat?

 

Der Debütroman Lux von Olivia Kuderewski (Voland & Quist, 2021) erzählt über das, was vom amerikanischen Traum übrigbleibt, und über Vertrauen und Missbrauch, Macht und Verletzlichkeit.

Olivia Kuderewski, 1989 geboren, lebt in Berlin. "Carter" ist ihr erster Roman. Sie hat bisher in wenigen Anthologien veröffentlicht und noch keinen Preis gewonnen.


20.30 Uhr

Timon Karl Kaleyta
Piper Verlag

© christian werner

Die Geschichte eines einfachen Mannes

Der Protagonist in Timon Karl Kaleytas Debütroman Die Geschichte eines einfachen Mannes (Piper Verlag, 2021) ist vom Glück geküsst. Er, der Junge aus einfachem Hause, spürt, dass das Schicksal Großes mit ihm vorhat. Erst als Helmut Kohl 1998 die Wahl verliert, zeigt seine Zuversicht Risse. Nach dem Abitur macht er sich auf die Reise nach ganz oben. Um ein Haar erlebt er mit seiner Band den großen Erfolg, beginnt fast eine steile akademische Karriere, fast findet er das Glück in der Liebe und tänzelt dabei ständig am Abgrund.

 

Timon Karl Kaleyta veröffentlichte mit seiner Band vier Alben und spielte hunderte Konzerte. Er ist Gründer des Instituts für Zeitgenossenschaft IFZ. Nach dem finanziellen Ruin mit der Musik begann er ein glückliches Leben und ist heute Kolumnist (FAS), Drehbuchautor (jerks) und Ehemann einer erfolgreichen Kunsthändlerin in Berlin.


20.50 Uhr

Laura Lichtblau
Verlag C.H. Beck

© katharina woll

Schwarzpulver

Es ist kalt geworden in Berlin, es ist die Zeit der Rauhnächte. Lautstarke Propaganda dominiert längst nicht mehr nur die Straßen der Hauptstadt, sondern die Politik des ganzen Landes. Und mittendrin tummeln sich drei Verlorengegangene, die plötzlich beginnen, sich Fragen zu stellen. Doch wie revoltiert man in einer Welt, in der die eigene Orientierung allmählich abhandenkommt?

 

Laura Lichtblaus Debütroman Schwarzpulver (C.H. Beck, 2020) ist eine urbane Dystopie. Mit Witz und Leichtigkeit erzählt die Autorin vom unbewussten Verlangen nach Freiheit in einem Staat, dessen Ziel die absolute Unterdrückung ist.

Laura Lichtblau, 1985 in München geboren, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihre Lyrik und kürzere Prosa wurden in zahlreichen Magazinen und Anthologien veröffentlicht.


21.10 Uhr

20 Min. Pause


21.30 Uhr

Hengameh Yaghoobifarah
Blumenbar

© tarek mohamed mawad

Ministerium der Träume

Als die Polizei vor der Tür steht, bricht für Nas eine Welt zusammen - ihre Schwester Nushin ist tot. Autounfall, sagen die Beamten, Nas glaubt an Suizid. Gemeinsam haben sie alles überstanden: die Migration nach Deutschland, den Verlust ihres Vaters, die emotionale Abwesenheit der Mutter und die ungeplante Mutterschaft von Nushin. Nas nimmt ihre Nichte auf, obwohl ein Kind nicht in ihr Leben passt. Sie gibt alles dafür, die Geschichte ihrer Schwester zu rekonstruieren, und erkennt, dass Nushin sie niemals im Stich gelassen hätte.

 

Hengameh Yaghoobifarahs Debütroman Ministerium der Träume (Blumenbar, 2021) ist eine schonungslose, berührende Familiengeschichte aus Deutschland im Jahr 2020.

Hengameh Yaghoobifarah, geboren 1991 in Kiel. Nach einem Zwischenstopp in Wien zog sie 2014 nach Berlin und arbeitet dort seitdem in der Redaktion des Missy Magazine. Außerdem schreibt sie frei für deutschsprachige Medien, seit 2016 etwa die Kolumne "Habibitus" für die taz. 2019 hat sie gemeinsam mit Fatma Aydemir die viel beachtete Anthologie "Eure Heimat ist unser Albtraum" herausgegeben.


21.50 Uhr

Lorenz Just
DuMont Buchverlag

© robert sievert

Am Rand der Dächer

Die Freundschaft zwischen Andrej und Simon beginnt im großen Berliner Zimmer - von dort aus begeben sich die beiden auf den langen Streifzug durch die Straßen ihres Kiezes in Berlin Mitte, durch verwinkelte Hinterhöfe und den chaotischen Leerstand, bis auf die Dächer, auf denen sie fern der Welt ganze Nachmittage verbringen.

Lorenz Just verwebt in seinem Romandebüt Am Rand der Dächer (Dumont, 2020) das Aufwachsen seiner Figuren mit den rasanten VeränderungenEr lebt in Berlin., die aus dem Berlin Mitte der 90-Jahre das gentrifizierte Berlin Mitte der Nullerjahre werden ließen.

 

Lorenz Just, geboren 1983 in Halle an der Saale, zog 1988 mit seiner Familie nach Berlin und wuchs dort auf. Nach seinem Islamwissenschaftstudium in Halle und verschiedenen Auslandsaufenthalten studierte er von 2011 bis 2015 am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2015 erschien sein Jugendbuch "Mohammed. Das unbekannte Leben des Propheten" (Gabriel Verlag), 2017 bei DuMont sein hochgelobter Erzählband "Der böse Mensch". Er lebt in Berlin.


22.10 Uhr

Der Wal

Der zweite Roman von Ally Klein, Der Wal (Droschl, 2021), kreist um Saul, der aufhört, Künstler zu sein, und sich als selbsternannter "Bauarbeiter" einem letzten Großprojekt verschreibt. Ein rätselhafter und zu einem Fotolabor umfunktionierter Bau, genannt "Der Wal", soll in seinen zweckfreien Ursprungszustand zurückverwandelt werden.

 

Der Roman entwickelt sich einerseits zu einer sensiblen Dreiecksgeschichte mit Q als Begleiterin Sauls und Aezra, Sauls schreibendem Bruder. Andererseits thematisiert Der Wal die Bedeutung von Kunst. In drei Teilen, durch drei Erzählstimmen gegliedert, fügt sich das Triptychon nach und nach zu einem kunstvollen Ganzen.

Ally Klein, 1984 geboren, lebt und arbeitet in Berlin. 2018 erschien ihr Debütroman Carter, auch im Literaturverlag Droschl.


22.30 Uhr

Kür des Tagespreisträgers
und Verlosung des Buchpakets